Bericht für das Jahr 2006

Zu Beginn des neuen Probenjahres am 04. Januar begrüßte uns der 1.Vorsitzende im Beisein von zwei Pressevertretern im „Sänger-Casino“ des Vereinsheimes der Schützenbruderschaft/TV Urbach. Der Proberaum war mit vertrauten Einrichtungsgegenständen (Stühlen, Bildern) des Heinrich-Lob-Hauses ausgestattet, so dass wir uns hier ein wenig heimisch fühlen konnten. Hermann-Josef Schlimbach teilte in bewegten Worten mit, dass unser hochgeschätzter Sangesfreund Rudi Berger nach langer, schwerer Krankheit am Neujahrstag verstorben ist. Von dieser Nachricht tief betroffen, gedachten wir seiner in einer stillen Gedenkminute. Nach der Probenarbeit konnte der 1.Vorsitzende im Schankraum auch einige fördernde Mitglieder des MGV begrüßen. Darunter auch den als neues Mitglied hinzugekommenen Bäckermeister Höschler, der ausreichend „Neujahrsbretzeln“ für beide Chöre spendete. Dazu gab es Kaffee und Glühwein. Die uns entgegengebrachte Gastfreundschaft seitens der Schützenbruderschaft gibt uns Mut und Zuversicht, dass wir die „heimlose Zeit“ gut überstehen werden. 

In der zweiten Januarwoche berichteten regionale und überregionale Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen, dass unser Chorleiter Babrak Wassa für sein Heimatland Afghanistan auf Wunsch der afghanischen Regierung den Text der neuen Nationalhymne vertont hat. Hierzu bestätigte Herr Wassa am 25.01., dass er nach telefonischer Rücksprache mit dem afghanischen Kultusminister den offiziellen Auftrag erhalten hat, diese Nationalhymne zu komponieren.  

Am Nachmittag des 1. Februar erfolgte der Abriss unseres Vereinsheimes. Mit Wehmut mussten wir nun endgültig Abschied vom Heinrich-Lob-Haus nehmen. Durch diesen Abriss ging auch ein Teil Urbacher Geschichte zu Ende. 

Die fristgerecht vom 2. Januar einberufene Jahreshauptversammlung am 09. Februar wurde um 19.15 Uhr durch den 1. Vorsitzenden Hermann-Josef Schlimbach eröffnet. Er begrüßte 31 aktive- und 4 fördernde Mitglieder, sowie 4 Damen vom Vorstand des Damenchores und erwähnte dabei den neuen „Vereinsabschnitt hier im Übergangsquartier“. Wir gedachten unseres verstorbenen Sangesfreundes Rudi Berger, sowie den ebenfalls verstorbenen, fördernden Mitgliedern Kurt Keil, Peter Backhausen und Karlheinz Hackenbroich. Ein Gedenkgottesdienst zu Ehren Rudi Berger findet am 4. März um 17 Uhr in der Urbacher Kirche statt. Ferner erwähnte er die gute Zusammenarbeit mit dem Damenchor. An dieser Stelle bedankte sich Monika Senff, die erste Vorsitzende des Damenchores, für die gute Zusammenarbeit mit dem MGV. Im Rückblick konnte Hermann-Josef auf ein erfolgreiches und gutes Jahr hinweisen. Das Philharmoniekonzert fand nicht nur bei breitem Publikum, sondern auch bei Fachleuten große Anerkennung. Er erinnerte auch an das Auf- und Ab im Vereinsleben der vergangenen 40 Jahre des MGV. Alle Gruppen und Vereine haben Nachwuchs- und Altersprobleme. Ferner sprach er die vertragliche und wirtschaftliche Situation des Heinrich-Lob-Hauses an. Insbesondere die Hilfe von Dieter Sündermann, der die vertraglichen Modalitäten für unsere zukünftige Bleibe maßgeblich mit gestaltete.

Im Ausblick sprach er nochmals die Werbung für Gastsänger und Fördermitglieder an. Mit seinem Motto „Mit Freude am Gesang und unserer kameradschaftlichen Ausrichtung im Verein werden wir die Zukunft meistern“ fand er allgemeine Zustimmung. Anschließend verlas der Protokollführer das Jahresprotokoll, wofür er von der Versammlung allgemeine Zustimmung erhielt. Peter Klostermann, 2.Geschäftsführer, trug die Wirtschaftlichkeit und Verbindlichkeiten des HLH vor. Den weiteren Geschäftsbericht präsentierte der 1.Geschäftsführer Hans-Jakob Faust als ausgeglichen. Einen schriftlichen Bericht der Kassenprüfer überreichte Horst Schaub. Außer einigen Verbesserungsvorschlägen bestätigten er und Dieter Sündermann die bei der Kassenprüfung am 23. Januar festgestellte, einwandfreie Kassenführung und beantragte Entlastung. Diese wurde von der Versammlung bei drei Enthaltungen erteilt Als Kassenprüfer wurden auf Vorschlag des 1.Vorsitzenden Adolf Stempel und Kurt Hoffmann bei drei Stimmenthaltungen neu gewählt. Zur Pause bekamen wir von den Damen des Damenchores Würstchen mit Kartoffelsalat gereicht.

In der anschließenden Jubilarenehrung wurde Karl-Heinz Klaus für 25-jähriges Vereinsjubiläum, Hans Peter für 50-jähriges Sängerjubiläum, Heinz Hüsen und Egon Schulz für 25 Jahre Sängerjubiläum geehrt. Johannes Elfgen hielt nochmals die Laudatio, obwohl er schon im vergangenen Jahr seinen Rücktritt erklärt hatte. Für seinen gekonnten Beitrag erhielt er viel Beifall der Anwesenden. HJS dankte Johannes für seine jahrzehntelangen Beiträge und gab bekannt, dass unser Sangesfreund Horst Schaub als zukünftiger Laudator zur Verfügung steht. Dann beglückwünschte er die Jubilare im Namen des MGV, während der 2.Vorsitzende, Ernst Beier, an Karl-Heinz Klaus die Ehrennadel des Vereins und ein Weinpräsent den anderen Jubilaren überreichte. In der Jahresplanung wurde die Sängerfahrt nach Coburg erörtert. Das Programm ist mit den dortigen Vereinen vereinbart. Es verspricht eine sehr schöne Sängerfahrt zu werden. Die Teilnehmerpreise sind für Mitglieder und Fördermitglieder moderat, da sich der Verein an den Kosten stark beteiligt. Das Sommerfest auf dem Schulhof der Grundschule wird bei einer Sondervorstandssitzung der beiden Chöre Anfang April erörtert. Ein Herbstfest in der zweiten Septemberwoche in Form einer Matinee an einem noch zu bestimmenden Ort wird noch gesucht. Das Weihnachtsprogramm soll überwiegend aus bekannten Weihnachtsliedern bestehen. Bei der Ergänzungswahl als Beisitzer wurde Horst Schaub bei zwei Enthaltungen und Axel Peters einstimmig gewählt. HJS teilte mit, dass Erich Huppertz, erster Archivar, eine umfassende, einmalige Inventarübersicht aller im Verein vorhandenen Noten erstellt hat. Diese Arbeit fand höchste Anerkennung von uns allen, besonders aber durch unseren Chorleiter Babrak Wassa. Zum Abschluss konnte Stefan Faust eine Erklärung zum neuesten Stand zum Internet über die Daten und Fakten des MGV abgeben. Er verwies darauf, dass die Daten sehr stark im Jahresdurchschnitt (im fünfstelligen Bereich) frequentiert werden. Für seine Arbeit dankten wir alle. Die Versammlung endete um 22.30 Uhr. 

Bei dem alljährlichen Karnevalstreiben im Vereinshaus der Schützenbruderschaft/TV Urbach am 15.02. konnten die Besucher und Ehrengäste gegen 19.30 Uhr von Gregor Berghausen, der an diesem Abend die Moderation übernahm, begrüßt werden. Im Vorprogramm stieg der Schüler Lucas Werner (Enkel von Gerd Gros) als „Dreckes“ mit einem gekonnten Vortrag in die Bütt. Dann erschien das Porzer Kinderdreigestirn mit Gefolge. Nach deren Begrüßung erfolgte die Ansprache des kleinen Prinzen und Tanz der jungen Prinzengarde unter dem lautstarken Kommando der Kommandantin. Der Kinderprinz überreichte ein Bild des Dreigestirns für unsere Bildersammlung und verabschiedete sich. Hermann-Josef Schlimbach begrüßte alle Gäste und bedankte sich besonders bei den Schützen, die uns in ihrem Heim freundlich aufgenommen haben und uns an diesem Abend bedienten. Danach zog das Porzer Dreigestirn des Festausschusses Porzer Karneval (FAS), mit Begleitpersonen im Saale ein. Gregor begrüßte Prinz Norbert II (Schäfer), Bauer Thomas (Diekmann) und Jungfrau Anke (Wagner) und eröffnete die „Spiele am Hofe der Tollitäten“. Nach dem gemeinsamen Liedvortrag „Come together“ sorgte der Damenchor mit einem großen Liedvortrag für die karnevalistische Einstimmung an diesem Abend. Da unser Chorleiter erkrankt war, übernahm Isolde König für beide Chöre die Leitung, wofür wir ihr an dieser Stelle danken möchten. Hermann-Josef Schlimbach erntete für seine Büttenrede mit Gesang als „Ne bange Ehemann“ viel Beifall, ebenso der anschließende Auftritt der Tanzgruppe „Tanzströppcher“ der KG „Fidele Aujusse“. Nach einer Tanzzugabe wurden die jungen Tänzer mit kleinen Geschenken und deren Trainerin mit einem Blumenstrauß verabschiedet. Josef Müller, 1.Bürgermeister der Stadt Köln, fand einige Dankesworte zu dieser Veranstaltung und überreichte Hermann-Josef einen Umschlag mit einem „Obolus-Inhalt„ des Senats der Prinzengarde. Im Anschluß der Büttenrede von Martina Knauf als „En Stewardess“ traten beide Chöre zu einer musikalischen „Kölschrevue“, zum Teil gemeinsam mit dem Duo „Sakko Kolonia“, auf. Dieses Duo bot Musik und kölschen Gesang in höchster Qualität. Nach ihrer ca. einstündigen, kurzweiligen Darbietung wurden sie unter großem Beifall verabschiedet. Der Prinz hatte nach „Griet un Dröck“ in der Bütt von Gerda und Margit Dietz, das Wort. Er dankte für diesen schönen Abend und stimmte mit Bauer und Jungfrau das Lied „Für d’r Spaß an d’r Freud“ an. Dieses Lied nimmt auch an der närrischen Hitparade am 20. und 21. Februar im Radio und Fernsehen teil. HJS dankte dem Dreigestirn für ihr Erscheinen und überreichte die von Theo Gerhards gefertigten „Traditions-Bembel“ an Prinz und Bauer und einen Blumenstrauß an die Jungfrau. Das Bild des Dreigestirns für unsere Sammlung und Orden an HJS, Monika Senff, Hans-Jakob Faust und Isolde König überreichte Prinz Norbert II. Zum Finale sangen beide Chöre „Lachende Gesichter“ und „Kutt jot heim". Dazwischen meldete sich Gerd Ervens, zweiter Bezirksbürgermeister, zu Wort. Die Veranstaltung endete um 23.30 Uhr.  

Während des Gottesdienstes am 04. März gedachten wir in der Urbacher Kirche unseres verstorbenen Sangesfreundes Rudi Berger und der im Jahr 2005 verstorbenen Mitglieder, indem wir die Messe gesanglich mitgestalteten. Unter der Leitung unseres Chorleiters brachten wir Werke aus der Deutschen Messe von Schubert, sowie einige andere kirchliche Lieder zu Gehör. 

Zu einer ereignisreichen 4-tägigen Sängerfahrt starteten wir am Donnerstag, den 25. Mai, pünktlich um 12 Uhr bei trübem und regnerischem Wetter mit dem Bus in Richtung Coburg. Hermann-Josef begrüßte alle Teilnehmer der Fahrt, besonders die beiden Ehrenmitglieder Heinz-Rudi Bröcher, Heribert Stockschläder, unseren Chorleiter Babrak Wassa und teilnehmende, fördernde Mitglieder. Nach zweistündiger Fahrt legten wir eine Rast ein und erreichten gegen 17.15 Uhr unser Ziel, Hotel-Gasthof Steiner in Großheirath. Hier trafen wir uns auch zum Abendessen und gemütlichem Beisammensein. Hermann-Josef begrüßte einige der anwesenden Mitglieder des Coburger Chores „Fränkische Krone“, besonders deren Vorsitzenden Heinz Steltzner und den Chorleiter Walter Schwab. Herr Steltzner hieß uns herzlich willkommen und teilte mit, dass Coburg zurzeit die 950-Jahr-Feier begeht. Der Chorleiter Walter Schwab gab einen Rückblick auf die Entstehung und Tätigkeit des Chores, der immerhin 82 aktive Sänger umfasst. Unter seiner Leitung sangen wir einige Bierlieder, er selbst sang zu unserer Freude als Solist einige Lieder. Zu fortgeschrittener Stunde verabschiedeten sich die Chormitglieder, wir selbst verblieben in froher Runde noch einige Stunden.

Am folgenden Tag fuhren wir um 09.30 Uhr zu einer Tagestour nach Bamberg. Hier erreichten wir nach einem kurzen Fußmarsch den Dom, in dem wir drei Lieder vor zahlreichem Publikum sangen. Die anschließende Weiterfahrt Richtung Barockkirche „Vierzehn Heiligen“ führte uns zunächst nach Lichtenfels-Reundorf zum Mittagessen im Gasthof Müller. Hier konnten wir die beiden nachgereisten fördernden Mitglieder Willi Honrath und Gert Groß begrüßen. Gegen 15 Uhr trafen wir in der Basilika, einem barocken Bauwerk, ein. Hier hörten wir ein Orgelkonzert zum Freitagsläuten, ein Pater erklärte die Geschichte und Entstehung dieser Kirche. Am Altar nahmen wir Aufstellung und konnten im vollbesetzten Kirchenraum auf Verlangen des Paters nur 2 Lieder vortragen. Für unseren Gesang bekamen wir von vielen Zuhörern persönlich viel Lob. Im Anschluss folgte die Rückkehr zum Hotel. Um 18 Uhr fuhren wir zur Abendveranstaltung ins Naturfreundehaus Coburg, das wir vom Parkplatz nach kurzem Fußmarsch in strömendem Regen erreichten. Duft von Gegrilltem kam uns entgegen und wir wurden von den gastgebenden Chormitgliedern mit Hallo empfangen. Wegen des widrigen Wetters konnten wir leider nur in der recht engen Hütte Platz finden. Trotz der Enge fühlten wir uns sehr wohl, zumal die Coburger uns mit reichlich Bier, gegrillten Würstchen und Steaks versorgten. Walter Schwab dirigierte nicht nur einige Trinklieder, sondern gab auch einige Lieder für Männerohren und Anekdoten vom Jagen zum Besten. Gert Groß und Willi Honrath gaben als „Pannenflicker“ ihr Bestes. Als Höhepunkt des Abends erzählte Kurt Schulte eine Anekdote, wobei er die Lacher voll auf seiner Seite hatte. Für diesen schönen Abend dankte Hermann-Josef den Gastgebern und wir traten um 22 Uhr bei immer noch anhaltendem Regen den Rückweg zum Bus an, der uns zum Hotel zurückbrachte. Hier klang der Abend bis teilweise später Stunde in der Gaststube aus.

Der dritte Tag, Samstag 27. Mai, begann um 10 Uhr mit der Fahrt zur Burg Coburg. Während der Fahrt gab uns Walter Schwab einige Erklärungen zu Sehenswürdigkeiten der Stadt Coburg. Nach kurzem, steilem Fußweg erreichten wir die Burg und nahmen an einer Führung durch das Museum teil. Leider konnten wir aus Zeitmangel nicht alles sehen, nahmen aber doch einen Eindruck von dieser „Veste“ mit. Das Mittagessen nahmen wir im „Münchner Hofbräu“ in Coburg ein.

Anschließend erfolgte unter der Führung von Herrn Steltzner ein Stadtrundgang, wobei wir uns im Lokal „Loreley“ zu einem kurzen und ein wenig hektischem Umdruck einfanden. Beim Empfang im Rathaussaal begrüßte uns um 15 Uhr der 3. Bürgermeister Norbert Tessmer. In seiner Eigenschaft als Sozial- und Kulturreferent gab er uns einen geschichtlichen Rückblick zur Geschichte und Kultur der vergangenen 950 Jahre der Stadt Coburg. Vor allem erwähnte er das Leben von Martin Luther, der hier auf der Veste Coburg lebte. Johann Strauß war Bürger dieser Stadt. Der Deutsche Sängerbund wurde hier gegründet, dessen 1.Vorsitzender ließ es sich nicht nehmen, uns herzlich zu begrüßen. Hermann-Josef dankte und übergab ihm und dem Bürgermeister je eine CD der von Herrn Wassa komponierten afghanischen Nationalhymne. Zum Ende des Empfangs brachten wir noch einige Lieder zu Gehör und kehrten anschließend zum Hotel zurück.

Nach kurzem Ansingen im Hotel ging die Fahrt zur gemeinsamen Abendveranstaltung mit der ca. 80 Sänger umfassenden Sängergruppe „Fränkische Krone“ in der vollbesetzten Festhalle Weitramsdorf. Den ersten und zweiten Teil dieses Konzertes eröffnete unser Chor unter der Leitung von Babrak Wassa, gefolgt von den stimmgewaltigen Gastgebern. Wir erhielten jeweils lang anhaltenden Beifall der Zuhörer. Am Ende der Veranstaltung sangen beide Chöre gemeinsam einige Lieder, wobei sich die Chorleiter Walter Schwab und Herr Wassa abwechselten. Während dieser Darbietung wurde von den Vorsitzenden Dankesworte und Gastgeschenke ausgetauscht, die CD mit der afghanischen Nationalhymne von Herrn Wassa an die Gastgeber, wir erhielten einen großen Brauereihumpen, handgemalt mit der „Fränkischen Krone“ von der Sängergruppe und ein Stadtwappen vom Bürgermeister Weitramsdorf. Der 1.Vorsitzende Heinz Steltzner danke allen Mitwirkenden und überreichte je ein Weinpräsent an Hermann-Josef und unseren Chorleiter. Gegen 22.30 Uhr fuhren wir zum Hotel zurück und ließen den Abend in der Gaststube ausklingen.

Am Sonntag, den 28.Mai, verließen wir das Hotel gegen 10.30 Uhr und fuhren unter der Führung von Walter Schwab an einen uns nicht bekannten Ort, wo eine Überraschung angekündigt wurde. Die Fahrt endete in Seßlach, einem historischen Ort, der auch als das „Fränkische Rothenburg“ bezeichnet wird. Auf dem Marktplatz begrüßte uns eine Jagdbläsergruppe, die uns einen Eindruck ihres Könnens darbot. Nach dieser musikalischen Begrüßung überreichte Hermann-Josef als Dankeschön an diese Gruppe und Walter Schwab je ein Fässchen Kölsch. In einer Gaststätte trafen wir uns zum Frühschoppen mit Mitgliedern der „Fränkischen Krone“. Heinz Steltzner brachte einige Gedichte fränkischer Mundartdichter zu Gehör. Kurt Schulte trug zur Erheiterung der Anwesenden ein Gedicht vor, ebenso ließ sich Willi Honrath über ein Postamt zur Versendung eines Briefes nach China aus. Gegen 13.15 Uhr verabschiedeten wir uns von den Gastgebern und fuhren wieder in Richtung Urbach, wo wir gegen 19.15 Uhr eintrafen. Ein Dankeschön für die hervorragende Organisation dieser schönen Sängerfahrt geht besonders an Hermann-Josef und Dietmar Lubahn für dessen administrative Vorbereitung, obwohl er selbst nicht teilnehmen konnte. 

Während der gemeinsamen Probe mit dem Damenchor am 07. Juni erhielt unser Chorleiter als Anerkennung für seine Komposition der neuen afghanischen Hymne von beiden Chören ein Präsent überreicht. Herr Wassa teilte uns mit, dass er am Samstag, den 10. Juni nach Berlin fährt, um dort mit dem Stabsmusikcorps der Bundeswehr diese Hymne zu proben und aufzunehmen. 

Das dreitägige Sommerfest vom 16. bis 18. Juni begann am Freitagabend um 18 Uhr auf dem Gelände der Katholischen Grundschule mit dem traditionellen, einstündigen Ausschank der Getränke zum halben Preis. Der 1. Vorsitzende begrüßte um 19 Uhr im Namen beider Chöre die Gäste. Der Spielmannszug Ensen-Westhofen gab einige Musikstücke zum Besten, auch gemeinsam mit dem „Musikverein Allner“, der an diesem Abend ab 20 Uhr für stimmungsvolle Unterhaltung sorgte.

Der Dämmerschoppen am Samstagabend begann um 18 Uhr. Zum Auftakt konnte der 1.Vorsitzende die Gäste begrüßen, besonders bedankte er sich bei dem Hausmeister der Grundschule für dessen Unterstützung. Für die musikalische Unterhaltung sorgte Entertainer Manfred. Dazwischen trat die Sängergruppe „R(h)einklang“, bestehend aus je vier jungen Damen und Herren, auf. Sie boten erstklassigen Gesang und erhielten am Ende ihrer Darbietung reichlichen Applaus.

Der Sonntag begann um 11 Uhr mit der Begrüßung durch den 1.Vorsitzenden und dem Auftritt unserer beiden Chöre unter der Leitung des Chorleiters Babrak Wassa. Schon vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung bis 18 Uhr bot Markus Nordt als „Tastenfeger“ fast ohne Pause Musik vom Feinsten. Dabei wurde er von einem Freund an der Gitarre und zeitweise von seinem Vater, einem hervorragenden Geiger, begleitet. Dieser erhielt bei seinem Weggang stehenden Applaus aller Anwesenden.

Am Nachmittag gab es wie immer Kaffee und von Mitgliedern gespendeter Kuchen.

Die Veranstaltung klang gegen 18.30 Uhr aus, da bis auf die Bühne und den Weinstand alles abgebaut werden musste. Dies wurde von nur vier der noch sieben anwesenden Aktiven erledigt. Auch zum Abbau und Abtransport der gesamten Materialien fanden sich am Montag zeitweise nur 9 Sänger ein

Letzte Probe am 05. Juli, erste Probe nach den Ferien am 09. August. 

Unser Ehrenmitglied Heinz-Rudi Bröcher wurde 80 Jahre alt. Aus diesem Anlass brachten ihm am 30. August beide Chöre im Anschluss der gemeinsamen Probe ein Geburtstagsständchen. Er lud alle Sängerinnen und Sänger zu Schnittchen und freien Getränken ein. 

Während der Chorprobe am 04. Oktober gedachten wir Theo Gerhards, der wenige Tage zuvor verstorben ist. Er hat über viele Jahre die bei unseren Karnevalsfeiern an das Porzer Dreigestirn verliehenen Bierkrüge sowie ein Sängerporträt und viele Bierhumpen zum Schmuck des HLH hergestellt.

 

Auf Einladung des MGV Overath 1918 e.V. nahmen wir am „Oktoberfest der Musik“ am 22. Oktober im Bürgerhaus Overath teil. Die Anreise für viele Teilnehmer gestaltete sich schwierig, da der bestellte Bus nicht eintraf. Trotzdem waren alle Sänger zum Beginn der Veranstaltung mit Privatfahrzeugen rechtzeitig eingetroffen. Unter der Leitung des Chorleiters Barak Wassa, begleitet von Sigrid Sachse am Flügel, traten alle acht „Wassa-Chöre“ auf und zeigten vor zahlreichem Publikum ihr gesangliches Können. Programm- und Teilnehmerliste ist beigefügt. 

Viele Gäste waren der Einladung am 29. Oktober zum „Tag der offenen Tür“ im Schützen/Turnverein-Vereinsheim gefolgt. Ausrichter waren Sankt Hubertus Schützenbruderschaft, Turnverein Urbach, Damenchor und MGV Urbach. Im großen Saal eröffneten wir die musikalische Matinee, gefolgt vom Damenchor, mit dem wir zum Abschluss gemeinsam die „Italienreise“ zum Besten gaben. Die Leitung hatte unser Chorleiter, begleitet von Sigrid Sachse am Flügel. Außer der Biertheke im großen Saal war unser Weinbrunnen im Probesaal aufgebaut worden. Für einen Imbiss, Eintopfangebot, Kaffee und Kuchen war bestens gesorgt. Für die musikalische Unterhaltung sorgte „Der Tastenfeger“ Markus Nordt.

Das geplante Weihnachtsingen beider Chöre in Porz am 2. Dezember im City-Center und Rathaussaal wurde wegen geringer Beteiligung der Sänger des MGV kurzfristig beim Veranstalter abgesagt.

Eine gemeinsame Nikolaus- und Weihnachtsfeier mit dem Damenchor fand am 6. Dezember im Probenraum statt. Um 19.15 Uhr begrüßte Hermann-Josef die Sängerinnen, Sänger, Gäste und Ehrenmitglieder, um gemeinsam den Abend in gemütlicher Runde zu verbringen. Es sollte gleichzeitig die Generalprobe für das Weihnachtssingen im Altenzentrum in der folgenden Woche sein. Der 1.Vorsitzende gab einen Rückblick auf das vergangene und Ausblick auf das kommende Jahr. Monika Senff, 1.Vorsitzende des Damenchores, begrüßte ebenfalls alle Anwesenden und führte weiterhin durch das Programm dieses Abends. Zwischen den Liedvorträgen der beiden Chöre spielten Isolde König und Helmi Flothen auf der Flöte und Herr Wassa am Klavier ein weihnachtliches Lied. Hermann-Josef als Nikolaus und Gerda Dietz als Weihnachtsfrau gaben einen launigen Rückblick auf die vergangenen Jahre der beiden Vereine. Sie brachten für jeden Anwesenden einen Weckmann und für die Damen ein kleines Kochbuch mit. Nach der „Hutsammlung“ verabschiedeten sich die beiden Chöre mit zwei gemeinsamen Liedern gegen 21.30 Uhr von den Gästen. 

Zum Weihnachtssingen am 13.12. trafen sich beide Chöre im Altenzentrum Urbach. Nach kurzem Ansingen nahmen wir wie gewohnt im Treppenaufgang um 19.00 Uhr Aufstellung und brachten unsere in der Anlage aufgeführten Lieder zu Gehör. Dazwischen sangen wir mit den Anwesenden bekannte Weihnachtslieder, wobei wir von Udo Werner am Klavier begleitet wurden. Der 1. Vorsitzende begrüßte alle Anwesenden und Heimbewohner, besonders unsere langjährigen Vereinsmitglieder Hans Dresbach und den im Krankenhaus befindlichen Peter Schlimbach.

Bei der „Hutsammlung kam ein Betrag von 650.-€ zusammen. Hiervon überreichte der 1.Vorsitzende dem Heimleiter Albert Thönniges 350.-€ für den Förderverein des Altenheimes. Dieser bedankte sich für unser Erscheinen und übergab je ein Weinpräsent an Monika Senff, Hermann-Josef und dem Chorleiter Babrak Wassa. Die restlichen 300.-€ gingen an eine von Horst Schaub vorgeschlagene bedürftige Familie. Die Mutter von drei Kindern war plötzlich verstorben und der Vater, ein Fernfahrer, musste seinen Beruf aufgeben, um seine Kinder behalten zu können. Monika Senff trug ein weihnachtliches Gedicht vor und überreichte Herrn Wassa im Namen beider Chöre ein Weihnachtsgeschenk. Nach der gesanglichen Darbietung wurden die Chormitglieder vom Heimleiter zu einem kleinen Imbiss und Umtrunk eingeladen. 

Vorstandssitzungen fanden am 24.01., 04.04., 22.05., 17.10. und 27.12.2006 statt.

 Porz-Urbach, 31.12.2006

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Herbert Schwaab

(Protokollführer)